MARTA-PRESS

Newsblog

Sexuelle Gewalt: Was gesetzlich geändert werden muss!

Eigentlich längst überfällig: 

https://www.change.org/p/neinheisstnein-schaffen-sie-ein-modernes-sexualstrafrecht

Roger Willemsen (1955-2016)

Wollten Sie die Welt ein bisschen besser machen?

Willemsen: Ja! Und zum Teil mache ich das aus meinem Bedürfnis heraus, wenigstens zu einem Teil für andere Leute zu leben. Ich glaube, jedes Leben wird dadurch besser, dass man es auch für andere lebt. Und wenn man so privilegiert lebt wie ich und eine Öffentlichkeit finden kann und dazu noch im Bereich der Kommunikation arbeitet, also schreibt, dann sollte man um Himmels Willen irgendwas tun, das anderen hilft. Das ist eine Pflicht.

(...)

Worin besteht für Sie der Sinn des Lebens?

Willemsen: Der Sinn besteht darin, die gegebene Frist sinnvoll zu nutzen. Nicht nur Spaß zu haben.

(...)

Und wenn die Frist dann um ist - was ist mit einem Leben nach dem Tod? Haben Sie Angst davor?

Willemsen: Darüber kann ich nichts wissen, und das betrübt mich nicht.

Und wie wollen Sie die Frist nutzen, die Ihnen noch bleibt?

Willemsen: Da für mich zu den größten Glückszuständen der Zustand der Produktivität gehört, also etwas hervorzubringen, richtet sich meine Glücksvorstellung in erster Linie auf das, was ich noch werde hervorbringen können. Das heißt, Bücher, die ich im Kopf habe, Dinge, die ich sinnvoll oder notwendig finde.

(aus seinem letzten Interview im Sommer 2015, Katholische Nachrichten-Agentur)



Muss man den Tod fürchten?

Mein Vater starb, als ich 15 war. Er hatte Krebs, zwei Jahre musste ich mit ansehen, wie er in seinen Kräften reduziert wurde. Dieses eine Ereignis hat sich so eingeprägt, dass es bis heute Botenstoffe abgibt. Den Tod fürchte ich nicht. Aber das Sterben.

(...)

Der Tod meines Vaters, dieses schockhafte Erlebnis, war und ist mein Knacks. Der andere Knacks ist das Gefühl, alleingelassen zu sein, ungeliebt zu sein. Die Feier des Augenblicks ist der Versuch, der Erde verhaftet zu bleiben. Ich zitiere gern den Satz von Colette, die gegen Ende ihre Lebens sagte: „Eigentlich hatte ich ein wunderschönes Leben, leider habe ich es zu spät gemerkt.“ Ich will es rechtzeitig merken.

(...)

Auch wenn es langweilig klingt: Lieben ist der letzte und größte, immerwährende Traum. Das ist auch der Traum von einem Liebesverhältnis, das bleibt, das belastbar ist, das sich immer weiter entfaltet, das Wachstum beinhaltet und an kein Ende kommt, das sich keine Grenzen setzt. In dem der eine der Selbstentfaltung des anderen nützt und sie nicht einschränkt.


(Quelle: http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2012/die-liebe-ist-der-groesste-immerwaehrende-traum-14947)

Syrien, Flüchtlinge & Co.


Die Flüchtlingspatinnen und -paten Syrien ermöglichen Angehörigen syrischer Flüchtlinge unbürokratisch und direkt die Ausreise aus dem kriegsgebeutelten Land und Leben und Integration bei uns. Infos über die Initiative auf www.fluechtlingspaten-syrien.de Flüchtlingspatinnen und -paten ist eine der vielen regionalen oder überregionalen Organisationen, bei denen man sich engagieren kann.

Bücherfrauen: Seit 25 Jahren

Das Netzwerk der "Bücherfrauen. Women in Publishing" vereint Frauen in Deutschland, die im weiteren Sinn mit Büchern und Literatur zu tun haben.
Im September 2015 wurde das 25. Jubliäum gefeiert und Schriftstellerin Nina George hielt in diesem Kontext eine informativ-amüsante Rede zu den geschlechtsspezifischen Aspekten der Buchbranche mit dem Fazit: "Ja, die Branche ist zwar weiblich. Frauen machen Bücher – aber haben weniger Macht, weniger Geld, und weniger Geltung. Frauen machen die Arbeit. Männer verwalten das Ansehen." (Rede online nachlesen). Sie appellierte an die BücherFrauen: "Habt Mut, zu verlegen! Habt Mut, die Jurys aufzumischen, die Feuilletons zu unterwandern. Seid nicht nur fleißig, sondern fabelhaft, nicht nur brav, sondern berüchtigt. Redet lauter über Bücher, redet über Bücher von Frauen, hebt sie heraus, widmet ihnen doch gleich ein ganzes Jahr! 2018, das Jahr der schreibenden Frau; gewinnt Verleger und Verlegerinnen, die Buchhändlerinnen und Agentinnen, die Akademien und Lesenden. Denn ihr seid längst das Rückgrat, Kopf und Herz, Hand und Fuß, ohne Euch geht es doch nicht mehr."
Zum 01. November 2015 trat Verlegerin Jana Reich dem Netzwerk bei.

MARTA PRESS: Verleger und Mitarbeiter Andreas Reich verstorben

Im Mai 2015 ist der MARTA PRESS-Mitgründer und Mitarbeiter Andreas Reich nach kurzer, sehr schwerer Krankheit mit nur 49 Jahren verstorben. Wir sind geschockt und unendlich traurig. Wir vermissen ihn privat und beruflich sehr. Besonders den konstruktiven Austausch mit ihm. Andreas hat durch seine unterstützende, ruhige Art und seine Mitarbeit maßgeblich den Verlag mit aufgebaut und mich als Partnerin und Autorin bei Archivarbeit und Recherchen im In- und Ausland jederzeit wohlwollend unterstützt. Gerne hätte er auch weiter den Weg von MARTA PRESS mitgestaltet. Es ist so schade, dass ihm das nicht vergönnt war. Er wird auf seine Weise immer bei uns sein. Wir werden im Andenken an ihn den Verlag in seinem Sinn weiterführen.  


Danke für Alles, Reichi!

Jana Reich 

Gertraud Klemm`s neuer Roman "Aberland" (Droschl, 2015)

Gertraud Klemm hat leider schon einen anderen Verlag. Da wir sie als Autorin aber so sehr schätzen: hier geht es zu einem Interview zu ihrem neuen Roman "Aberland" (Droschl, 2015).

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